Berufsunfähigkeitsversicherung berechnen – Schützen Sie Ihr Einkommen

Aktualisiert März 2026

Berechnen Sie die voraussichtliche Prämie und die empfohlene Rentenhöhe Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) mit unserem kostenlosen Rechner. Die BU gilt als eine der wichtigsten Versicherungen für Berufstätige: Statistisch wird jeder vierte Arbeitnehmer vor dem Rentenalter berufsunfähig. Die staatliche Erwerbsminderungsrente deckt im Durchschnitt nur 936 € brutto ab — viel zu wenig, um den Lebensstandard zu halten. Die BU-Prämie hängt maßgeblich von Berufsgruppe, Eintrittsalter und Gesundheitszustand ab. Unser Rechner zeigt Ihnen, wie hoch Ihre BU-Rente sein sollte und was der Schutz kostet.

Ergebnisse

Monatliche BU-Rente
Monatsprämie
Jahresprämie
Gesamte Absicherung
Einkommenslücke

Das Wichtigste auf einen Blick

Jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland wird laut GDV vor dem Rentenalter berufsunfähig. Die häufigsten Ursachen sind psychische Erkrankungen (33 %), Muskel-Skelett-Erkrankungen (20 %) und Krebs (15 %). Die durchschnittliche staatliche Erwerbsminderungsrente beträgt nur 936 € brutto monatlich. Eine BU-Versicherung mit 2.000 € Monatsrente kostet je nach Beruf zwischen 40 und 180 €/Monat. Stiftung Warentest und BaFin empfehlen die BU als unverzichtbare Absicherung der Arbeitskraft.

  • Laut CalcAssur Daten wird jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland vor dem Rentenalter berufsunfähig.
  • Die häufigsten Ursachen: Psychische Erkrankungen (33%), Bewegungsapparat (20%), Krebs (15%).
  • Die staatliche Erwerbsminderungsrente beträgt nur 30–40% des letzten Bruttoeinkommens – ca. 950 € brutto.
  • Eine BU-Rente von 2.000 €/Monat kostet für einen 30-jährigen Büroangestellten ca. 50–80 €/Monat.
  • Früher Abschluss lohnt: Mit 25 zahlen Sie bis zu 40% weniger als mit 35 Jahren.

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Formel und Berechnung

Monatsbeitrag = BU-Rente × Risikofaktor (Berufsgruppe) × Altersfaktor × Laufzeitfaktor × Gesundheitszuschlag
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) kalkuliert den Beitrag hauptsächlich nach der Berufsgruppe. Akademische Büroberufe zahlen deutlich weniger als Handwerker oder körperlich tätige Berufe. Das Eintrittsalter ist ebenfalls entscheidend: Wer mit 25 abschließt, zahlt oft nur die Hälfte im Vergleich zum Einstieg mit 40.
1
1. Empfohlene BU-Rente ermitteln: 75–80 % des Nettoeinkommens, mindestens 1.000 €/Monat
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2. Berufsgruppe bestimmen: Klasse 1 (Akademiker/Büro) bis Klasse 4 (körperlich schwere Arbeit)
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3. Vertragslaufzeit festlegen: Empfohlen bis zum Renteneintrittsalter (67 Jahre)
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4. Gesundheitszustand: Vorerkrankungen führen zu Zuschlägen oder Ausschlüssen

Rechenbeispiel

Beispiel: 30-jähriger Ingenieur (BU-Klasse 1+), BU-Rente 2.000 €/Monat, Laufzeit bis 67. Risikofaktor Klasse 1+: 0,8 pro 100 € Rente. Monatsbeitrag: (2.000 ÷ 100) × 0,8 × 1,0 (Alter 30) = 16 € × Laufzeitfaktor 2,5 = 40 €/Monat. Ein gleichaltriger Dachdecker (Klasse 4) zahlt für dieselbe Rente ca. 120 €/Monat.

BU-Berufsgruppen und deren Einstufung

Die Einstufung in Berufsgruppen (BU-Klassen) ist der wichtigste Faktor für die BU-Prämie. Akademische und kaufmännische Berufe werden günstig eingestuft, während körperlich tätige Berufe und Risikoberufe deutlich höhere Beiträge zahlen. Manche Versicherer haben bis zu 15 verschiedene Berufsgruppen.

Laut GDV wird jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland vor dem Rentenalter berufsunfähig. Die häufigsten Ursachen sind psychische Erkrankungen (33 %), Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats (20 %) und Krebserkrankungen (15 %). Die staatliche Erwerbsminderungsrente reicht mit durchschnittlich 936 € brutto bei Weitem nicht aus.

BU-Klasse Typische Berufe BU-Beitrag (2.000 €/Monat, Alter 30) BU-Risiko
Klasse 1+ (sehr günstig) Arzt, Jurist, Beamter (höherer Dienst) 30–45 €/Monat Gering
Klasse 1 (günstig) Ingenieur, IT-Fachkraft, Kaufmann 40–60 €/Monat Unterdurchschnittlich
Klasse 2 (mittel) Lehrer, Sozialarbeiter, Laborant 60–90 €/Monat Durchschnittlich
Klasse 3 (erhöht) Krankenpfleger, Friseur, Koch 90–130 €/Monat Überdurchschnittlich
Klasse 4 (hoch) Dachdecker, Maurer, Gerüstbauer 120–180 €/Monat Hoch

Wichtige Klauseln der BU-Versicherung

Nicht alle BU-Versicherungen sind gleich. Auf bestimmte Klauseln sollten Sie beim Vertragsabschluss besonders achten, um im Leistungsfall nicht vor Problemen zu stehen. Stiftung Warentest und die Verbraucherzentralen empfehlen den Abschluss möglichst in jungen Jahren bei guter Gesundheit.

  • Verzicht auf abstrakte Verweisung: Der Versicherer darf Sie nicht auf einen anderen Beruf verweisen, den Sie theoretisch ausüben könnten
  • Nachversicherungsgarantie: Erhöhung der BU-Rente bei Gehaltserhöhung, Heirat oder Geburt ohne erneute Gesundheitsprüfung
  • Leistung bereits ab 50 % Berufsunfähigkeit: Standardklausel, auf die Sie achten sollten
  • Rückwirkende Leistung ab Arztfeststellung: Nicht erst ab Antragstellung beim Versicherer
  • Keine Beitragserhöhung im Leistungsfall: Der Beitrag bleibt konstant, wenn Sie BU-Rente beziehen
  • Verlängerungsoption bis 67: Wenn Sie die Laufzeit verlängern möchten, ohne erneute Gesundheitsprüfung

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)?

Die BU-Prämie hängt stark von der Berufsgruppe ab. Ein 30-jähriger Büroangestellter zahlt für 2.000 € BU-Rente ca. 40–60 €/Monat, ein Handwerker 90–180 €/Monat. Laut Stiftung Warentest sollte die BU-Rente mindestens 75 % des Nettoeinkommens betragen. Nutzen Sie unseren BU-Rechner für ein individuelles Ergebnis.


Was ist der Unterschied zwischen BU und Erwerbsminderungsrente?

Die BU-Versicherung leistet, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben können. Die staatliche Erwerbsminderungsrente wird nur gezahlt, wenn Sie weniger als 6 Stunden (teilweise EM) oder 3 Stunden (volle EM) irgendeiner Arbeit nachgehen können. Die durchschnittliche EM-Rente beträgt nur 936 € brutto — weit unter dem Bedarf.


Was bedeutet abstrakte Verweisung bei der BU-Versicherung?

Bei abstrakter Verweisung kann der Versicherer die Leistung verweigern, wenn Sie theoretisch einen anderen Beruf mit vergleichbarem Einkommen und Status ausüben könnten — auch wenn Sie diesen tatsächlich nicht ausüben. Stiftung Warentest empfiehlt dringend Tarife mit Verzicht auf abstrakte Verweisung.


Wann sollte ich eine BU-Versicherung abschließen?

So früh wie möglich — idealerweise während der Ausbildung oder des Studiums. Ein 20-Jähriger zahlt bis zu 50 % weniger als ein 35-Jähriger. Außerdem ist der Gesundheitszustand in jungen Jahren meist besser, was die Annahme erleichtert. Studenten erhalten spezielle Tarife ab ca. 30 €/Monat für 1.000 € BU-Rente.


Kann ich die BU-Versicherung steuerlich absetzen?

Ja, BU-Beiträge können als Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Allerdings ist der Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen (1.900 € für Angestellte, 2.800 € für Selbstständige) meist schon durch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge ausgeschöpft. Eine BU als Zusatzversicherung zur Basisrente (Rürup-BU) bietet bessere Absetzbarkeit.

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